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Weihnacht


Weihnachtsglocken weithin läuten

der ganzen Welt den Frieden ein.

Ihr heller Klang soll uns stets deuten,

das Christkind kommt zu Groß und Klein.



Auch im allerärmsten Zimmer

erstrahlet ein Lichterbaum.

In einem weihnachtlichen Schimmer

erglänzet jetzt auch dieser Raum.



Vergessen ist nun Schmerz und Leid

im Glanz der Weihnachtskerzen.

Die Augen leuchten hell und weit,

Weihnachtsfreude dringt in alle Herzen.


Das Christkindlein


Ein junges Paar in kalter Winternacht,

es litt gar große Not und Pein.

Es bat um Herberge ganz sacht,

doch niemand ließ sie ein.



Die Frau war müd’, man konnt’ es seh’n,

ganz langsam schreitet sie dahin,

sie mußte doch ganz sicher geh’n,

denn ein Kindlein lag in ihrem Herzen drin.



Sie kamen an einen alten Stall,

schon ganz erschöpft traten sie dort ein.

Hier gab es keinen Prunk und Prahl,

hier konnten sie geborgen sein.



In einer armen Krippe dann,

das Kindlein ward geboren.

Nun blökten es die Schafe an,

sie staunten ganz ungeschoren.



Die Hirten liefen herbei geschwind,

dies Wunder anzusehen.

Sie beteten an das göttlich Kind

und wollten nicht mehr von Ihm gehen.



Drei Könige aus dem Morgenland

sie folgten einem Stern.

Er brachte sie durch Wüst’ und Sand,

nach dem gingen sie sehr gern.



Der Stern blieb über’m Stalle steh’n,

behutsam gingen sie hinein.

Nun konnten sie nicht satt sich seh’n,

denn im Kripplein lag ein süßes Kindelein.


Ein schön’res Kind gab es noch nie,

es lachte auch gar hold.

Die Könige beugten tief die Knie,

brachten Weihrauch, Myrrhe, Gold.


Nun, Ihr lieben Menschenkinder,

kommt jetzt auch herbei geschwind,

neiget tief das Haupt, Ihr Sünder,

betet leis’ an, das göttlich Kind.



Winterfreuden


Vom Himmel fallen so große Flocken,

Juchhe, is des a Freud.

Glei wird’s die Kinder außalocken,

schifohrn und rodeln wolln’s no heut.



Do kummt scho aner mit an Schlitten

und zwoa Dirndln hinterdrein,

glei wird’s mit dem Fahrzeug g’ritten

über d’Leit’n hört ma’s schrein.



Kummts alle außa mit’n ganzen Kram,

wir machen heut a tulli Bahn,

hängen die Rodeln alle z’samm

und es fahrt’s mit die Schi voran.



Richtig, ham’s a so gmacht

und ganz glatt is worn die Bahn.

Auf anmal hat der Michal nimma g’lacht,

denn er is mit der Nas’n g’fahrn voran.




Glei gibt’s a große Heulerei

weil eam des Bluat scho obirinnt,

owa d’Miatzerl schimpft no viel dabei:

„Weilst net obremst host ganz g’schwind!“



Weiter fohrns und kriag’n net gnua

bis’ scho ganz finster wird, die Lutzen.

Wer woaß halt der Schnee bis in der Fruah?

Drum woll’n ma’s heut no nutzen.


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