DGKS Thek Petra

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Schließlich besuchte ich nach Absolvierung einer Hauswirtschaftsschule, die Krankenpflegeschule in Oberwart. Diese beendete ich mit meiner Diplomprüfung 1988. Bald darauf kam mein Sohn zur Welt und ein Jahr darauf meine Tochter. Nach der Karenzzeit hatte ich das Glück in der Hauskrankenpflege beim Roten Kreuz arbeiten zu dürfen. Hier lernte ich den Umgang mit Kranken Menschen besonders zu schätzen. Doch es wurde mir auch bewusst dass sehr viele Menschen, auch wenn sie zuhause betreut werden oft alleine und einsam sind. Deshalb entschloss ich mich für die Selbstständigkeit um für diese Menschen da zu sein.

Altenarbeit ist etwas sehr schwieriges, aber auch etwas sehr schönes. Die Arbeit mit und für alte Menschen ist für mich Arbeit mit dem Leben selbst.

Ich habe bewusst meinem Haus den Namen „Wohnen und Pflegen gegeben. Was ich darunter verstehe kommt in den folgenden Worten am besten zum Ausdruck:

DaHeim
Manche Worte haben einen besonderen Klang
Daheim ist eines davon.
Daheim ist mehr als ein Dach über dem Kopf,
mehr als ein Geburtshaus.
Daheim hat mit Menschen zu tun und mit Beziehungen,
mit Hören und Anhören.
Es ist dort, wo man das Angenommene und erwünscht sein erfährt.
Es ist dort wo einer „pfiat die“ sagt, wenn man fortgeht und es ist dort
wohin man heimkehrt in offene Arme.


Mein Ziel ist, dass das Mythos Heim positiv besetzt wird.

Es ist mir wichtig dass Menschen auch wenn sie krank oder alt sind noch viel Lebensfreude erfahren dürfen. Krankheit oder Behinderung muss nicht das Ende des Lebens heißen. Auch durch Krankheit können Menschen Höhepunkte und einen Sinn in ihrem Leben erfahren. Es ist mir wichtig dass alte Menschen einen Lebensabend in Würde erleben dürfen, dazu gehört die Begleitung der Bewohner bis zu einem menschenwürdigen Tod.

Alte, kranke oder behinderte Menschen haben ebenso Bedürfnisse, wie gesunde Menschen. Über das Abdecken der Grundbedürfnisse hinaus sehe ich meine Aufgabe darin, den alten Menschen durch individuelle Zuwendung Sicherheit und Wärme zu vermitteln. Diese Bedürfnisse wahrzunehmen, ernst zu nehmen und soweit als möglich zu erfüllen ist mein großes Anliegen. Ich will gegen die Vereinsamung ankämpfen, indem ich die Möglichkeit zu sozialem Kontakt schaffe. Die Bewohner sollen nicht von der Außenwelt abgeschirmt leben sondern regen Bezug dazu haben.


DGKS Thek Petra

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